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04.02.2002
MATCHBOX® - im Jahr 2002 wird das 50. Jubiläum gefeiert
1952 legte Jack Odell, der damalige leitende Angestellte der Entwicklungsabteilung einer englischen Firma namens Lesney, den Grundstein für einen Mythos. Er nannte seine Modell-Auto Idee MATCHBOX, mit der Absicht, dass seine kleinen Autos in eine Streichholzschachtel (Matchbox) passen sollten. Wer denkt aber heutzutage bei dem Namen MATCHBOX noch an Streichholzschachteln! Der Name MATCHBOX steht schon seit langer Zeit als Synonym für Modellautos, so wie Coca Cola oder Tempo, die jeweils stellvertretend für ihre Branche stehen. In diesem Jahr wird das 50. Jubiläum der Marke MATCHBOX gefeiert und die Firma MATTEL als Inhaber der Marke wird im Jahr 2002 diesen Anlass für Sondereditionen und besondere Aktivitäten, vor allem in den USA, nutzen.

Es begann mit einer kleinen Dampfwalze...
Schnell wurde aus der liebevollen Idee des Herrn Odell, seiner Tochter eine kleine Dampfwalze in einer Matchbox-Schachtel zu schenken, eines der beliebtesten Spielzeuge und Sammlerobjekte für Jungen! Schon sehr bald entdeckte man, dass neben den eigentlichen Modellen auch Spielsets und Zubehör von den Kindern gewünscht wurden. Auch heute noch sind die klassischen MATCHBOX Autos bei den Kindern beliebt, aber auch die neuen Playsets und motorisierten Modelle unter dem Namen MATCHBOX regen die Phantasie der Kinder an. So wie damals die ersten Die-Cast Modelle die Phantasie ihrer Väter ...

MATCHBOX - Marken-Geschichte
Doch nun zurück zu den Ursprüngen. Die Firma Lesney, gegründet 1948 von den beiden Schulfreunden Leslie und Rodney Smith im nördlichen Stadtteil von London, stellte ursprünglich verschiedene Artikel aus Die-Cast (Zinkdruckguss) her, darunter große Spielzeuge, aber auch solche Sachen wie Angelzubehör, eine Brotpresse und einen String-Cutter (Angelschnur-Trenner). Der erste große Erfolg der Firma war Anfang der 50er eine kleine Miniatur der Krönungskutsche, die sich über eine Million mal verkaufte. 1952 gab Odell seiner Tochter eine kleine handgefertigte Dampfwalze, die in eine Streichholzschachtel passte, mit in die Schule. Das Spielzeug durfte nicht größer sein, weil zu der Zeit per Gesetz die Größe der Spielsachen, die Kinder mit in die Schule bringen durften, geregelt war. Die kleine Dampfwalze war eine Sensation! Schon am nächsten Tag konnte er sich kaum vor den Freunden der Tochter, die auch gerne eine solche kleine Walze haben wollten, retten. Die Idee war geboren.

Großer Start mit kleinen Autos
Nach der Patentierung der Idee und den Vorbereitungen in 1952 erschien 1953 das erste Serienmodell der MATCHBOX Serie. Die Anzahl der jährlich erhältlichen Modelle wurde sehr früh auf 75 festgelegt, daher auch der Name 1-75 Serie. Sehr schnell folgten auf die erste Serie weitere: Ergänzungen zu der Basis der MATCHBOX 1-75-Serie.

Ein paar Beispiele:
  • Die KingSize Serie, die hochwertigere größere und funktionstüchtige Modelle beinhaltete, wie z. B. Bagger oder Sattelschlepper.
  • Die Models of Yesteryear, die bereits ab 1956 hergestellt wurden und hochwertige Modelle von Oldtimern und Dampfmodellen beinhalteten. Noch heute ist die Models of Yesterday die am meisten gesammelte Modellautoserie der Welt.
  • Die Convoy Modelle sind eine Serie von Sattelzügen im ca. Maßstab 1:100
  • Die Dinky Collection wurde 1989 als preiswerte Sammlermodelle im Maßstab 1:43 herausgebracht und beinhaltete überwiegend Nachkriegsklassiker vom Mercedes 300Sl über den VW Käfer bis hin zum Tuck Torpedo.
1979: Sechs Millionen Spielzeuge pro Woche Die kleine Firma, die 1948 mit 600 Pfund Startkapital gegründet wurde, konnte 1960 zu einer Aktiengesellschaft mit vier Millionen Pfund Kapital umgewandelt werden. 1979 produzierte die Lesney Products Corporation zwischen fünf und sechs Millionen Spielzeuge pro Woche. Aufgrund rückgängiger Verkaufszahlen und wachsender Konkurrenz aus Fernost kamen Anfang der 80er Jahre allerdings die ersten Schwierigkeiten für Lesney. Im Juni 1982 traten die Konkursverwalter in Aktion und das Unternehmen schien dem Untergang geweiht. Letztendlich rettete der in Hong Kong lebende Chinese David Yeh das Unternehmen und kaufte es für symbolische 16,5 Millionen Pfund. David Yeh führte das Unternehmen mit neuen Ideen und der Verlagerung der Produktion nach Fernost zu neuer Blüte. Bis zu 10.000 chinesische Mitarbeiter fertigten täglich bis zu 300.000 Modellautos in hoher Qualität für die Firma Universal MATCHBOX.

80er Jahre: Das Sammler-Fieber für MATCHBOX AUTOS beginnt
In dieser Zeit wurde das Sammeln von MATCHBOX Modellen zu einem Hobby für Groß und Klein. Die Kinder sammelten die jeweils 75 Modelle eines jeden Jahres und manche hielten auch als Erwachsene an ihrem Hobby fest. Charlie Mack, Leiter des MATCHBOX & Lesney Museum und Vorsitzender des MATCHBOX USA Fanclubs, hat in seinem Museum in Durham, Conneticut, rund 18.000 Exponate der Marke MATCHBOX in seiner Ausstellung.

Auch in Deutschland werden die Modelle der Marke MATCHBOX eifrig gesammelt, wobei neben den 1-75 Modellen besonders die Modelle der Serien Models of Yesteryear und Dinky Collection beliebt sind. Die deutschen Sammler haben sich zum MATCHBOX Collectors Club Deutschland vereinigt, der von Dirk Schleuer, selbst engagierter M.o.Y. und DY Sammler, geleitet wird.

MATCHBOX AUTOS zu Höchstpreisen versteigert
Des öfteren wird in der Fachpresse von nahezu unglaublichen Geboten für MATCHBOX Modelle bei Auktionen berichtet. So erzielte ein grüner Mercedes Benz 230 SL Pagode bei einer Auktion in England rund 4.500 Pfund - derzeit ungerechnet rund € 7.670.

Doch nicht jedes alte MATCHBOX Modell ist ein Vermögen wert. Der Wert eines MATCHBOX Autos hängt im wesentlichem von der Auflagenhöhe und dem Zustand ab. Die meisten Liebhaber sammeln die Modelle im fabrikneuen Zustand mit Originalverpackung. Die alten MATCHBOX Schachteln sind mitverantwortlich für den Mythos MATCHBOX und können bei älteren Modellen bis zu 40 % des Wertes ausmachen. Kleinere Lackstellen und Kratzer sind aber auch im größeren Maße wertschädigend. Die meisten MATCHBOX Modelle kamen und kommen auch noch heute aus der Massenproduktion. Nicht zuletzt deshalb ist auch heute noch das Hobby MATCHBOX sammeln erschwinglich.
Aber: Die Hoffnung sollte man nicht aufgeben! Trotzdem könnte sich das eingestaubte MATCHBOX Modell aus Kindheitstagen als besonderes Schätzchen erweisen, denn oft sind es kleine Details, die große Wertunterschiede ausmachen.

Ein Beispiel hierfür: In der Models of Yesteryear Serie gibt es ein Modell Y-2 Prince Henry Vauxhall in blau/silber. Das Modell hat gewöhnlich creme-weiße Sitze und ist im guten Zustand für etwa € 50 erhältlich. Im Herstellungsjahr 1973 sollen ein paar Modelle mit hellroten Sitzen ausgeliefert worden sein. Diese Modelle werden unter Sammlern mit gut € 2.250 gehandelt. Dies ist wie gesagt nur ein Beispiel von etlichen aufregenden Sammler-Entdeckungen in der 50-jährigen MATCHBOX Geschichte.

1989: Mehr als 11.000 deutsche Matchbox Sammler
Bereits 1989 waren im damals noch getrennten Deutschland über 11.000 Sammler bei der Firma MATCHBOX registriert.

1997: MATTEL übernimmt MATCHBOX
1992 veräußerte David Yeh Universal MATCHBOX an den amerikanischen Spielzeugkonzern Tyco, der wiederum 1997 in den Besitz von MATTEL überging. Im MATTEL Konzern bildet die Marke MATCHBOX ein Standbein des Wheels-Programmes zusammen mit den Hot Wheels Modellen und Tyco R/C Fernlenkmodellen.

2002: Neue Modelle zur Internationalen Spielwarenmesse in Nürnberg
MATTEL wird natürlich diesen ganz besonderen Anlass eines 50-jährigen Jubiläums nutzen und beispielsweise aus der Serie MATCHBOX COLLECTIBLES in der ersten Jahreshälfte ein weinrotes 50 Anniversary Set herausbringen, dem unter anderem in der zweiten Jahreshälfte ein Coca-Cola Set folgen wird.

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